KI-Beratung Kosten für Agenturen und Berater – Tagessätze, Pakete und was du dafür bekommen solltest

Du hast drei Angebote für KI-Beratung auf dem Tisch. Das erste nennt einen Tagessatz von 1.400 €, das zweite einen Workshop für 3.500 €, das dritte ein Paket für 9.000 € plus monatliche Betreuung. Alle drei versprechen, dass deine Agentur danach „KI-ready" ist. Keines sagt dir, was am Ende wirklich in deinem Alltag läuft.

Genau hier liegt das Problem bei der Frage nach den Kosten. Der Preis allein sagt fast nichts. Zwei Angebote mit derselben Summe können völlig verschiedene Dinge liefern: eine Präsentation mit 40 Folien oder einen Ablauf, der ab dem nächsten Monatsersten deine Kundenberichte vorbereitet.

In diesem Artikel bekommst du beides: die Preisbandbreiten, die deutsche Anbieter im Oktober 2026 öffentlich nennen, und eine Methode, mit der du jedes Angebot in zehn Minuten einordnest. Am Ende kannst du selbst ausrechnen, ab wann sich die Investition trägt.

Die kurze Antwort, was KI-Beratung kostet

Wer nur eine Zahl sucht, bekommt hier die Bandbreiten. Sie stammen von öffentlich einsehbaren Preisseiten und Preisübersichten deutscher Anbieter, abgerufen im Oktober 2026. Alle Werte netto.

  • Stundensatz: meist zwischen 80 und 300 €, bei sehr spezialisierten Strategieberatern in der Spitze bis 500 €.
  • Tagessatz: Einzelberater ab etwa 800 €, erfahrene Berater und spezialisierte kleine Anbieter zwischen 1.200 und 2.500 €, große Beratungshäuser ab 2.500 € aufwärts.
  • Workshop: ein halber Tag zwischen 500 und 2.700 €, ein ganzer Inhouse-Tag zwischen 1.900 und 4.300 €, ein Strategie-Workshop über ein bis zwei Tage zwischen 2.000 und 5.000 €.
  • Potenzialanalyse oder Audit: zwischen 500 und knapp 8.000 €, je nach Tiefe.
  • Pilotprojekt oder erste Umsetzung: zwischen 5.000 und 25.000 €.
  • Laufende Begleitung: zwischen rund 500 und 6.000 € im Monat.

Die Spannen sind groß, und das hat einen Grund. Hinter dem Wort „KI-Beratung" stecken mindestens vier verschiedene Leistungen. Wer sie nicht auseinanderhält, vergleicht einen Vortrag mit einem fertigen Ablauf und wundert sich über den Preisunterschied.

Für eine Agentur oder Beratung mit zwei bis zwanzig Leuten ist die obere Liga der Beratungshäuser selten die richtige Adresse. Deren Tagessätze sind für Konzernprojekte kalkuliert, mit Lenkungsausschuss und Projektbüro. Du brauchst jemanden, der deinen Betrieb in zwei Gesprächen versteht und dann baut.

Die vier Abrechnungsmodelle im Überblick

Fast jedes Angebot, das du bekommst, folgt einem von vier Modellen. Jedes hat eine eigene Logik, und jedes verschiebt das Risiko an eine andere Stelle.

Tagessatz und Stundensatz

Du kaufst Zeit. Der Berater schreibt seine Stunden oder Tage auf, du zahlst nach Aufwand. Das Modell ist fair, wenn der Umfang wirklich offen ist, zum Beispiel bei einem Sparring, in dem du alle zwei Wochen eine Stunde lang konkrete Fragen klärst.

Der Haken: Das Risiko liegt bei dir. Dauert die Analyse sechs statt drei Tage, zahlst du sechs. Und ein Tagessatz belohnt niemanden dafür, schnell fertig zu werden. Wenn du auf Tagessatzbasis einkaufst, lass dir eine Obergrenze schriftlich geben und ein Ergebnis je Tag benennen.

Workshop

Ein fester Termin, ein fester Preis, eine Gruppe. Dein Team lernt in einem halben oder ganzen Tag, wie man mit ChatGPT oder Claude arbeitet, wo die Grenzen liegen und welche Aufgaben sich eignen. Bei einem Tagespreis von 3.000 € und zehn Teilnehmern sind das 300 € pro Kopf.

Ein Workshop ist gut, um ein Team auf einen gemeinsamen Stand zu bringen. Er ersetzt keine Umsetzung. Am Tag danach liegen dieselben Aufgaben auf denselben Schreibtischen. Was sich ändert, ist die Bereitschaft, sie anders anzugehen. Ob daraus etwas wird, hängt davon ab, wer in deinem Team die Zeit bekommt, es zu bauen.

Zwei Kosten stehen selten im Angebot. Erstens die Arbeitszeit deiner Leute: Zehn Personen einen Tag aus dem Kundengeschäft zu nehmen, kostet dich mehr als der Workshop selbst. Zweitens Reise und Vorbereitung, die manche Anbieter getrennt abrechnen.

Paket zum Festpreis

Ein definierter Umfang, ein definiertes Ergebnis, ein fester Preis. Typische Pakete heißen Potenzialanalyse, Roadmap, Umsetzungs-Sprint oder Pilotprojekt. Das Risiko liegt beim Anbieter: Braucht er länger, ist das sein Problem.

Für die meisten Inhaber ist das die angenehmste Form, weil die Summe vorher feststeht. Entscheidend ist, was im Paket als Ergebnis steht. „Roadmap mit priorisierten Anwendungsfällen" ist ein Dokument. „Angebotserstellung läuft automatisch aus dem Gesprächsprotokoll" ist ein Ablauf. Beide Pakete können 8.000 € kosten.

Laufende Betreuung

Ein monatlicher Betrag, dafür bleibt jemand zuständig: Abläufe überwachen, Fehler beheben, neue Abläufe bauen, das Team bei Fragen unterstützen. Die Spanne am Markt ist breit, weil manche Anbieter nur Überwachung verkaufen und andere eine ausgelagerte KI- und IT-Abteilung.

Frag bei jedem Betreuungsangebot nach drei Dingen: Wie viele Stunden oder neue Abläufe sind enthalten? Wie schnell reagiert der Anbieter, wenn etwas stillsteht? Und wie kommst du aus dem Vertrag wieder heraus?

Die vier Abrechnungsmodelle für KI-Beratung: Tagessatz, Workshop, Festpreis-Paket und laufende Betreuung Vier Modelle, vier verschiedene Leistungen. Erst wenn du weißt, welches vor dir liegt, kannst du Preise vergleichen.

Wovon der Preis wirklich abhängt

Zwei Agenturen mit je zehn Mitarbeitern können für „dieselbe" Beratung sehr unterschiedliche Summen zahlen. Fünf Faktoren erklären fast jeden Preisunterschied.

Der Zustand deiner Daten und Werkzeuge. Liegen Kundendaten in einem CRM, Projekte in einem Projektwerkzeug und Dokumente in einer sauberen Ordnerstruktur, kann ein Berater direkt ansetzen. Liegen sie verteilt in Postfächern, Tabellen und den Köpfen einzelner Mitarbeiter, beginnt die Arbeit mit Aufräumen. Das Aufräumen kostet oft mehr als der eigentliche KI-Teil.

Die Zahl der Abläufe. Ein einzelner Ablauf, etwa das Monatsreporting, lässt sich in wenigen Wochen sauber aufsetzen. Fünf Abläufe gleichzeitig bedeuten fünfmal Abstimmung, fünfmal Test, fünfmal Einführung im Team.

Die Tiefe der Leistung. Erklärt der Berater nur, was möglich wäre? Zeichnet er auf, wie es bei dir aussehen würde? Oder baut er es und übergibt es laufend? Jede Stufe kostet mehr und liefert mehr.

Die Erfahrung in deiner Branche. Ein Berater, der schon zwanzig Agenturen von innen gesehen hat, braucht keine drei Tage, um zu verstehen, wie ein Kundenprojekt bei dir abläuft. Sein Tagessatz ist höher, die Zahl der Tage niedriger. Unterm Strich ist er häufig günstiger.

Wer nach dem Start zuständig ist. Automationen brechen. Eine Schnittstelle ändert sich, ein Formularfeld wird umbenannt, ein Sprachmodell wird abgelöst. Wenn dafür niemand benannt ist, zahlst du später pro Notfall. Ist Betreuung eingepreist, wirkt das Angebot teurer und ist über zwölf Monate meist billiger.

Ein Beispiel für die Rechnung auf Tagessatzbasis

Angenommen, ein Berater kalkuliert für eine Agentur mit acht Leuten so: zwei Tage Analyse, ein Tag Konzept, drei Tage Umsetzung eines Ablaufs. Das sind sechs Tage. Bei einem Tagessatz von 1.500 € landest du bei 9.000 €. Die Werte sind zur Veranschaulichung angenommen, die Größenordnung passt zu den Bandbreiten oben.

Was diese Rechnung nicht enthält: Lizenzen für die Werkzeuge, die Zeit deines Teams für Abstimmung und Test und die Betreuung nach dem Start. Was das System selbst im Betrieb kostet, haben wir in einem eigenen Artikel aufgeschlüsselt: Was kostet ein KI-/Automations-System für deine Agentur?

Kosten, die in keinem Angebot stehen

Neben dem Honorar gibt es vier Posten, die du selbst einplanen musst. Sie entscheiden oft darüber, ob ein Projekt im Budget bleibt.

Die Zeit deines Teams. Jemand muss dem Berater erklären, wie ein Monatsbericht heute entsteht, Beispiele heraussuchen und die ersten Testläufe prüfen. Rechne bei einem Ablauf mit fünf bis zehn Stunden auf deiner Seite, verteilt über einige Wochen. Wer diese Zeit nicht freigibt, verlängert das Projekt.

Lizenzen und Nutzung. Automationswerkzeuge, Sprachmodelle und manchmal ein zusätzliches Datenwerkzeug kosten monatlich. Bei kleinen Dienstleistern sind das überschaubare Beträge, aber sie laufen dauerhaft. Lass dir vom Anbieter eine Liste mit den erwarteten Monatskosten geben, bevor du startest.

Aufräumarbeit. Wenn Kundennamen in drei Schreibweisen vorkommen oder Projekte ohne einheitlichen Status geführt werden, muss das vor der Automatisierung bereinigt werden. Frag, ob das im Preis enthalten ist oder als Zusatzaufwand abgerechnet wird.

Änderungen nach dem Start. Dein Geschäft bleibt nicht stehen. Ein neues Leistungspaket, ein neuer Berichtsaufbau, ein Werkzeugwechsel: Jede Änderung braucht jemanden, der den Ablauf anpasst. Ohne Betreuungsvertrag zahlst du dafür nach Aufwand, und meist dann, wenn es gerade eilt.

Keiner dieser Posten spricht gegen ein Projekt. Aber ein Angebot, das sie verschweigt, ist kein günstiges Angebot, sondern ein unvollständiges.

Folien oder laufendes System, woran du den Unterschied erkennst

Das ist die wichtigste Unterscheidung beim Einkauf. Sie steht in keinem Preisblatt, aber du kannst sie aus jedem Angebot herauslesen.

Stell dir eine Beratung mit sechs Leuten vor. Der Inhaber bucht eine KI-Strategie für 7.500 €. Vier Wochen später bekommt er ein PDF mit 38 Seiten: zwölf Anwendungsfälle, eine Matrix nach Aufwand und Nutzen, ein Fahrplan über drei Quartale. Das Dokument ist fachlich sauber. Am Montag darauf schreibt seine Assistenz die Angebote weiterhin von Hand, und die Projektleiterin zieht für den Monatsbericht weiterhin Zahlen aus vier Werkzeugen in eine Präsentation.

Das PDF ist nicht wertlos. Aber es hat keine einzige Stunde eingespart. Die Einsparung entsteht erst, wenn jemand baut.

Sechs Zeichen, dass du für Papier zahlst

  1. Das Ergebnis im Angebot ist ein Dokument: Strategiepapier, Roadmap, Handlungsempfehlung, Potenzialbericht.
  2. Es wird kein konkreter Ablauf aus deinem Betrieb genannt, sondern „Anwendungsfälle" im Allgemeinen.
  3. Niemand fragt nach Zugängen zu deinen Werkzeugen.
  4. Es gibt keinen Termin, an dem etwas im Alltag laufen soll.
  5. Die Umsetzung steht als „optionale Folgephase" ohne Preis im Angebot.
  6. Der Erfolg wird an Zufriedenheit gemessen, nicht an Stunden.

Sechs Zeichen, dass du ein laufendes System bekommst

  1. Das Ergebnis ist ein benannter Ablauf: „Nach jedem Erstgespräch liegt innerhalb von zehn Minuten ein Angebotsentwurf im Postausgang."
  2. Der Anbieter will sehen, wie der Ablauf heute läuft, mit echten Beispielen.
  3. Er fragt nach Zugängen, Datenstruktur und Ansprechpartnern im Team.
  4. Es gibt ein Datum für den ersten Testlauf mit echten Daten.
  5. Übergabe und Dokumentation sind Teil des Pakets.
  6. Der Erfolg wird in Stunden pro Monat gemessen, vor und nach dem Start.

Beratung ohne Umsetzung hat ihren Platz. Wenn du selbst jemanden im Team hast, der bauen kann, reicht dir vielleicht ein guter Plan. Wenn nicht, kaufst du mit einem reinen Strategiepaket die erste Hälfte einer Lösung und stehst danach vor derselben Kaufentscheidung noch einmal. Woran du Anbieter erkennst, die tatsächlich liefern, steht in unserer Checkliste für die Partner-Auswahl.

Vergleich: KI-Beratung, die mit einem Dokument endet, gegenüber KI-Beratung, die mit einem laufenden Ablauf endet Derselbe Preis, zwei verschiedene Ergebnisse. Im Angebot erkennst du den Unterschied am Wort hinter „Ergebnis".

Was du für dein Geld bekommen solltest

Unabhängig vom Modell gibt es Leistungen, die in jede seriöse KI-Beratung für kleine Dienstleister gehören. Nimm diese Liste und halte sie neben das Angebot.

Eine Bestandsaufnahme mit Zahlen

Der Berater schaut sich deine Abläufe an und hält fest, wie viel Zeit sie heute kosten. Nicht geschätzt aus dem Bauch, sondern anhand der letzten vier Wochen: Wie viele Angebote gingen raus? Wie lange dauert ein Monatsbericht? Wie viele Rückfragen kommen pro Kundenprojekt? Ohne diese Zahlen kann später niemand sagen, ob sich die Sache gelohnt hat.

Eine Reihenfolge mit Begründung

Nicht zwölf Ideen, sondern eine klare Aussage: Dieser Ablauf zuerst, weil er am meisten Zeit bindet und am wenigsten Risiko hat. Dieser als Zweites. Dieser gar nicht, weil er zu selten vorkommt. Eine gute Beratung streicht mehr, als sie empfiehlt.

Eine Architektur, die zu deinen Werkzeugen passt

Welche Daten liegen wo, welches Werkzeug ist die zentrale Stelle, wo greift KI ein und wo ein einfacher Regelablauf? Bei zwei bis zwanzig Leuten ist das eine Seite, kein Handbuch. Wichtig ist, dass der Berater mit dem arbeitet, was du schon hast, statt dir zuerst drei neue Abos zu verkaufen.

Mindestens einen Ablauf, der läuft

Bevor die Zusammenarbeit endet, sollte ein Ablauf mit echten Daten in deinem Alltag arbeiten. Das ist der Punkt, an dem aus Beratung ein Ergebnis wird. Und es ist der Moment, in dem dein Team merkt, dass es sich lohnt.

Eine Übergabe, mit der du unabhängig bleibst

Du bekommst die Zugänge, die Dokumentation und eine Einweisung für die Person, die den Ablauf im Alltag betreut. Die Konten laufen auf deine Firma, nicht auf den Anbieter. Wenn du den Berater morgen wechselst, läuft alles weiter.

Eine Aussage zum Datenschutz

Welche Daten gehen an welches Sprachmodell, wo werden sie verarbeitet, welche Verträge zur Auftragsverarbeitung brauchst du? Wenn im Angebot dazu nichts steht, frag nach, bevor du unterschreibst. Gerade Berater und Coaches arbeiten mit vertraulichen Kundendaten.

So rechnest du die Investition gegen die eingesparte Zeit

Jetzt zur Frage, die am Ende zählt: Trägt sich das? Du brauchst dafür keine Tabellenkalkulation mit zwanzig Reitern, sondern vier Schritte und einen Taschenrechner. Alle Werte im folgenden Beispiel sind angenommen, damit du den Rechenweg siehst. Setz danach deine eigenen ein.

Schritt 1: Stunden zählen

Schreib die wiederkehrenden Aufgaben auf, die du abgeben willst, und zähle die Stunden pro Monat. Beispiel für eine Agentur mit acht Leuten:

  • Monatsberichte für 12 Kunden, je 3 Stunden: 36 Stunden
  • 8 Angebote, je 2 Stunden: 16 Stunden
  • 2 neue Kunden einrichten, je 5 Stunden: 10 Stunden
  • Nachfassen und Statusmails, 4 Stunden pro Woche: 16 Stunden

Das sind zusammen 78 Stunden im Monat.

Schritt 2: Realistische Quote ansetzen

Kein Ablauf verschwindet zu 100 Prozent. Jemand prüft den Bericht, bevor er rausgeht, jemand passt das Angebot an. Rechne vorsichtig mit 60 Prozent. Aus 78 Stunden werden rund 47 eingesparte Stunden im Monat.

Schritt 3: Stunden in Euro umrechnen

Nimm die Vollkosten einer Stunde in deinem Team, also Gehalt plus Nebenkosten plus Arbeitsplatz, geteilt durch die tatsächlich geleisteten Stunden. Angenommen, das sind 70 €. Dann sind 47 Stunden rund 3.290 € im Monat.

Rechne nicht mit deinem Verkaufsstundensatz, solange du nicht sicher bist, dass die frei gewordenen Stunden auch verkauft werden. Wenn sie es werden, ist die Rechnung deutlich besser. Aber der vorsichtige Wert ist der, auf den du dich verlassen kannst.

Schritt 4: Kosten dagegenstellen

Angenommen, Beratung und Umsetzung kosten einmalig 8.000 € und die laufende Betreuung 1.500 € im Monat. Dann bleiben von 3.290 € Einsparung monatlich 1.790 € übrig. Die 8.000 € sind damit nach etwa viereinhalb Monaten wieder drin. Danach arbeitet das System mit einem Plus von 1.790 € im Monat, bei unveränderten Annahmen gut 21.000 € im Jahr.

Die Gegenprobe mit dem reinen Workshop

Stell dieselbe Rechnung für einen Workshop zu 3.000 € auf. Die Einsparung hängt vollständig davon ab, ob jemand im Team danach baut. Baut niemand, stehen 3.000 € plus ein Arbeitstag von zehn Leuten gegen null eingesparte Stunden. Baut jemand, musst du seine Bauzeit als Kosten mitrechnen. Der Workshop ist die günstigste Rechnung auf dem Papier und oft die teuerste pro eingesparter Stunde.

Wo die Rechnung kippt

Drei Annahmen entscheiden über das Ergebnis. Prüfe sie, bevor du unterschreibst.

  • Die Stundenzahl ist zu hoch geschätzt. Lass zwei Wochen lang mitschreiben, statt zu raten. Wie du das strukturiert machst, zeigt unser Rechenbeispiel zur Zeitersparnis im Agenturalltag.
  • Die Aufgabe kommt zu selten vor. Ein Ablauf, der zweimal im Monat läuft, trägt selten ein eigenes Projekt.
  • Das Team nutzt den Ablauf nicht. Wenn die Projektleiterin dem automatisch erstellten Bericht nicht traut und ihn von Hand nachbaut, ist die Quote null. Einführung im Team gehört deshalb in den Leistungsumfang.

Rechenweg in vier Schritten: Stunden zählen, realistische Quote ansetzen, in Euro umrechnen, Kosten dagegenstellen Vier Schritte, ein Taschenrechner. Die Zahlen im Bild sind angenommene Beispielwerte, die Rechnung funktioniert mit deinen eigenen.

Welches Modell zu welcher Lage passt

Es gibt kein bestes Modell, nur ein passendes für deine Lage.

Du weißt noch nicht, ob KI bei dir überhaupt etwas bringt. Dann kauf keine Strategie für fünfstellige Beträge. Eine kurze Potenzialanalyse oder ein Erstgespräch mit konkretem Ergebnis reicht. Unser kostenloser KI-Automatisierungs-Report ist für genau diese Phase gedacht: Er zeigt die Abläufe, bei denen Agenturen und Berater typischerweise die meiste Zeit zurückholen, bevor du Geld für Beratung ausgibst.

Dein Team ist neugierig, aber unsicher. Ein Workshop bringt alle auf denselben Stand. Plane direkt danach ein kleines Umsetzungsprojekt ein, sonst verpufft die Energie in zwei Wochen.

Du kennst den Engpass und willst ihn los sein. Ein Festpreis-Paket mit einem benannten Ablauf als Ergebnis. Das ist für die meisten Inhaber von Agenturen und Beratungen der sinnvollste Einstieg.

Du willst das Thema dauerhaft abgeben. Dann brauchst du Umsetzung plus laufende Betreuung, also jemanden, der wie eine externe KI- und IT-Abteilung arbeitet: Abläufe bauen, überwachen, anpassen und erweitern, wenn dein Geschäft sich ändert.

Du hast jemanden im Team, der bauen kann. Dann ist Sparring auf Stundenbasis oft die günstigste Lösung. Dein Mitarbeiter baut, der Berater prüft die Architektur und verhindert die typischen Fehler.

So arbeiten wir bei DigitalXShift

Zur Einordnung der eigene Rahmen: Wir verkaufen keine Tagessätze und keine reinen Strategiepapiere. Der Weg läuft über Audit, Architektur, Umsetzung und Übergabe, danach auf Wunsch laufende Betreuung. Das Setup liegt je nach Umfang zwischen 2.000 und 10.000 €, bei größeren Vorhaben darüber. Die Betreuung als externe KI- und IT-Abteilung liegt zwischen 1.000 und 3.000 € im Monat.

Ob das zu dir passt, klärt sich im KI-Potenzial-Check. In dem Gespräch gehen wir deine Abläufe durch, rechnen mit deinen Zahlen und sagen dir auch, wenn sich ein Projekt für dich noch nicht trägt.

Sieben Fragen, die du vor der Unterschrift stellst

Nimm diese Fragen mit in jedes Angebotsgespräch. Die Antworten zeigen dir schneller als jedes Preisblatt, was du bekommst.

  1. Was genau läuft am Ende in meinem Alltag, das heute nicht läuft?
  2. An welchem Datum sehe ich den ersten Testlauf mit meinen echten Daten?
  3. Wie messen wir die eingesparte Zeit, und wer misst sie vor dem Start?
  4. Welche laufenden Kosten für Werkzeuge und Sprachmodelle kommen dazu?
  5. Wem gehören Konten, Abläufe und Dokumentation, wenn wir die Zusammenarbeit beenden?
  6. Wer ist zuständig, wenn nach drei Monaten etwas stillsteht, und was kostet das?
  7. Welche meiner Ideen würdest du nicht umsetzen und warum?

Auf die letzte Frage kommt es besonders an. Ein Anbieter, der zu allem Ja sagt, verkauft Tage. Einer, der dir zwei von fünf Ideen ausredet, hat verstanden, dass du für ein Ergebnis zahlst.

Wenn du die Antworten hast, leg die Angebote nebeneinander und rechne die vier Schritte von oben mit deinen eigenen Zahlen durch. Dann ist die Entscheidung keine Frage des Gefühls mehr, sondern eine Rechnung mit drei oder vier Zeilen.

Häufige Fragen

Was kostet ein KI-Berater pro Tag?

Deutsche Anbieter nennen im Oktober 2026 öffentlich Tagessätze ab etwa 800 € für Einzelberater, zwischen 1.200 und 2.500 € für erfahrene Berater und spezialisierte kleine Anbieter und ab 2.500 € für große Beratungshäuser, jeweils netto. Für eine Agentur oder Beratung mit bis zu zwanzig Leuten ist der mittlere Bereich die übliche Größenordnung. Wichtiger als der Satz ist die Zahl der Tage und das Ergebnis, das am Ende steht.

Lohnt sich KI-Beratung für kleine Agenturen und Einzelberater?

Sie lohnt sich, wenn du wiederkehrende Aufgaben hast, die zusammen mindestens 20 bis 30 Stunden im Monat binden, und wenn die Beratung mit einem laufenden Ablauf endet. Unter dieser Schwelle ist ein Sparring auf Stundenbasis oder der Selbstbau mit vorhandenen Werkzeugen meist die bessere Wahl. Rechne mit den vier Schritten aus diesem Artikel nach, bevor du dich festlegst.

Was ist der Unterschied zwischen KI-Workshop und KI-Beratung?

Ein Workshop vermittelt Wissen an eine Gruppe, an einem festen Termin zu einem festen Preis. Beratung im engeren Sinn schaut auf deinen Betrieb, legt eine Reihenfolge fest und setzt im besten Fall um. Der Workshop verändert, was dein Team kann. Die Beratung mit Umsetzung verändert, was in deinem Betrieb automatisch passiert. Viele Inhaber buchen das Erste und erwarten das Zweite.

Gibt es Fördermittel für KI-Beratung?

Es gibt in Deutschland Förderprogramme von Bund und Ländern für Beratung und Digitalisierung kleiner Unternehmen. Bedingungen, Fördersätze und offene Antragsfenster ändern sich regelmäßig und unterscheiden sich je nach Bundesland. Prüfe den aktuellen Stand bei deiner IHK oder der Förderbank deines Bundeslandes, und zwar bevor du einen Vertrag unterschreibst. Die meisten Programme fördern nur Vorhaben, die noch nicht begonnen wurden.

Was kostet KI-Beratung für Agenturen und Berater? Tagessätze, Workshop- und Paketpreise (Stand Oktober 2026) und der Rechenweg, ab wann sie sich trägt.